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Webbrowser
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Webbrowser oder allgemein auch Browser ([], zu englisch to browse ‚stöbern‘) sind Computerprogramme zur Darstellung von Webseiten im World Wide Web oder allgemein von Dokumenten und Daten.

Webbrowser stellen die BenutzeroberflĂ€che fĂŒr Webanwendungen dar.

Contents

‱ Bedienung
‱ KI-Browser
‱ Geschichte
‱ Mosaic
‱ Netscape
‱ Opera
‱ Safari
‱ Vivaldi
‱ Siehe auch
‱ Weblinks

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Browser und Webbrowser

UrsprĂŒnglich bezeichnete der aus dem Englischen entlehnte Begriff browsen am Computer lediglich das Nutzen von Navigationselementen („Vor“, „ZurĂŒck“, „Index“ etc.) zum Lesen von Texten bzw. Textdateien. Erweitert wurde dieser Begriff spĂ€ter durch das Aufkommen von Hypertext, bei dem man bestimmte als Querverweis (auch „Hyperlinks“ genannt) wirkende Wörter auswĂ€hlen kann, um zu einem anderen Text zu gelangen. SpĂ€ter kamen Funktionen zur Anzeige von Bildern dazu und auch sogenannte verweissensitive Grafiken, bei denen man auf einer Computergrafik einen Bereich (zum Beispiel bei einer Weltkarte) anklickt und dadurch zu einer verlinkten Textseite (zum Beispiel ĂŒber ein bestimmtes Land) gelangt. Des Weiteren existieren PDF-Browser zur Navigation und Recherche in PDF-BĂŒchern, -Magazinen, -Abhandlungen etc., die auch Hyperlinks und audiovisuelle Medien enthalten können.

Bedienung

Der Großteil der BenutzeroberflĂ€che eines heutigen Webbrowsers wird in der Regel zur Anzeige von Inhalten genutzt. Diese können durch Eingabe in eine Adressleiste erreicht werden. Zudem besitzen Browser eine definierte Startseite, die beim Öffnen angezeigt wird und bei der es sich z. B. um ein Internetportal oder eine Websuchmaschine handelt.

Daneben verfĂŒgen Browser ĂŒber SchaltflĂ€chen, mit denen der Benutzer zu zuvor besuchten Seiten sowie zur Startseite navigieren kann. Die URL einer Website kann als Lesezeichen gespeichert werden, um weitere Besuche der Webseite zu vereinfachen.

Die meisten Browser unterstĂŒtzen Tabbed Browsing, was es ermöglicht, mehrere Seiten in verschiedenen Registerkarten zu öffnen. Neben diesen Basisfunktionen lassen sich Browser ĂŒber Plug-ins hĂ€ufig mit weiteren Funktionen ausstatten.

Einsatzgebiete

Browser werden auf Computern eingesetzt – wozu im weiteren Sinne auch mobile EndgerĂ€te (wie PDAs oder Smartphones) zu zĂ€hlen sind. Auch diese verfĂŒgen ĂŒber Browsersoftware fĂŒr den Zugriff auf das World Wide Web. Der erste MobilgerĂ€te-Browser „PocketWeb“ wurde 1994 am TecO fĂŒr den Apple Newton entwickelt.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2] Heutige MobilgerĂ€te-Browser sind zum Beispiel Opera Mini, Firefox Mobile, Dolphin Browser, Boat Browser, Google Chrome, Apple Safari und Skyfire.

Aufgrund ihrer großen Verbreitung haben Webbrowser eine wichtige Funktion als sogenannte Thin Clients von Webanwendungen (siehe Schichtenarchitektur).

Mit dem fortschreitenden Trend zum Internet und spĂ€ter Multimedia wandelte sich der Webbrowser zur zentralen Anwendersoftware auf einem heute ĂŒblichen PC. Heutige Browser zeigen Inhalte wie Computergrafiken, Musik, Radio oder Filme und benutzen dazu gegebenenfalls externe Bausteine, wie Java-Applets oder sogenannte Plug-ins.

Zudem lassen sich damit Programme oder Dateien auf den PC laden („herunterladen“), um sie dort zu speichern und gegebenenfalls zu einem spĂ€teren Zeitpunkt zu öffnen oder auszufĂŒhren.

Insbesondere die Verbreitung von Breitband-InternetzugĂ€ngen förderte diese zentralen Funktionen heutiger Webbrowser. Somit verschwimmt zunehmend auch der Unterschied zu einem Dateimanager, der ursprĂŒnglich ausschließlich zum Öffnen, Kopieren oder Löschen von Dateien verwendet wurde. Viele Dateimanager haben heute auch Browser-Funktionen („Datei-Browser“) und können so auch zum Anzeigen von Dokumenten verwendet werden.

Oft lĂ€sst sich ein Webbrowser auch fĂŒr TĂ€tigkeiten am lokalen Computer einsetzen, sofern funktionale Einheiten in der Lage sind, gemĂ€ĂŸ HTTP mit dem Webbrowser zu „kommunizieren“. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass dafĂŒr kein eigenes Programm auf dem Rechner installiert werden muss. Dabei spielen auch Überlegungen zur Sicherheit des jeweiligen Computersystems eine Rolle.

Inzwischen haben auch viele netzwerkfÀhige GerÀte eine Webschnittstelle und können so mit einem Browser bedient werden.

Weitere Funktionen

Webbrowser beherrschen neben HTTP weitere Protokolle der Anwendungsschicht des TCP/IP-Referenzmodells, zum Beispiel FTP. Einige Webbrowser haben auch Funktionen fĂŒr E-Mail, Usenet oder BitTorrent. Andere decken diese Funktionen durch externe Programme ab. So werden heute manche Browser (wie Mozilla oder Opera) als Browser-Garnitur mit integrierten Funktionen fĂŒr zum Beispiel E-Mail und Usenet ausgeliefert. Andere, wie Internet Explorer und Konqueror, sind kombinierte Browser und Dateimanager. In den letzten Jahren hat wiederum eine Gegenbewegung eingesetzt, die sich fĂŒr Browser ohne solche Zusatzfunktionen einsetzt, wie zum Beispiel Galeon und Firefox. Diese können jedoch durch installierbare Erweiterungen angepasst werden, so dass weitere Funktionen mit dem Browser ausgefĂŒhrt werden können. Beispielsweise kann Firefox nach Installation von ChatZilla am Internet Relay Chat teilnehmen.

Eine weitere wichtige Funktion, die Webbrowsern zukommt, ist die Anmeldung bei Benutzerkonten im Internet. Hierzu wird der Benutzer aufgefordert, einen Benutzernamen und ein Kennwort in einer Eingabemaske einzugeben, wobei die Zeichen des Kennworts in der Regel nicht im Browserfenster angezeigt werden. FĂŒr eine möglichst sichere Kommunikation mit einem Rechnernetzwerk haben einige Webbrowser erweiterte Sicherheitsfunktionen mit zusĂ€tzlichen Authentifizierungsfaktoren, wie zum Beispiel nach den Standards der FIDO-Allianz eingebaut.

Spezielle Browser

Textbasierte Browser

Manche Browser können nach wie vor nur einfachen Text darstellen. Solche Browser werden auch textbasierte Browser genannt. Meist ermöglichen sie es, Computergrafik-Dokumente abzuspeichern oder mit externen Programmen darzustellen. Textbrowser eignen sich besonders zur schnellen Recherche, da Bilder, Werbung und Ähnliches gar nicht geladen werden. Beispiele fĂŒr textbasierte Browser sind Links, Line Mode Browser, ELinks, Lynx und w3m. Opera kann einen Textbrowser nachahmen.

Offline-Browser

Offline-Browser arbeiten offline, also ohne Internetverbindung. Sie verwenden ausschließlich lokale Inhalte oder lokale Kopien von Web-Inhalten. Vorrangiges Einsatzgebiet sind nicht-internetfĂ€hige Rechner. Zur Herstellung geeigneter Offline-Kopien von Webseiten sind spezielle Programme wie wget oder HTTrack erforderlich. Auch viele regulĂ€re Webbrowser lassen sich in einen Offline-Modus umschalten, wobei diese dann ihre Daten (sofern vorhanden) aus dem sogenannten Browser-Cache laden. Zudem werden Browser-Caches genutzt, um bereits betrachtete Seiten beim nĂ€chsten Besuch nicht neu herunterladen zu mĂŒssen.

Standortbezogene Browser (Site-specific browser)

Ein standortspezifischer Browser (SSB) ist eine Anwendungssoftware, die fĂŒr den Zugriff auf Webseiten aus einer einzigen Quelle (Website) in einem Rechnernetz wie dem Internet oder einem Intranet bestimmt ist. SSBs sollen die Funktionen eines Webbrowsers vereinfachen.

KI-Browser

Ein KI-Browser ist ein Webbrowser, in dessen NutzeroberflĂ€che Funktionen kĂŒnstlicher Intelligenz (KI) direkt oder alternativ ĂŒber Browser-Erweiterungen integriert sind. Deren Hersteller argumentieren, dadurch sei nun ein Internet-Surfen effizienter und benutzerfreundlicher gestaltet und im Gegensatz zu bisherigen Browsern wĂŒrden bei KI-Browsern viele Routineaufgaben direkt von der KI ĂŒbernommen wie beispielsweise Reservierungen vornehmen, Formulare ausfĂŒllen und online einkaufen. Die ersten KI-Browser kamen 2023cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] auf den Markt und 2 Jahre spĂ€ter lĂ€sst sich feststellen, dass sehr viele Hersteller ihre Browser zu KI-Browsern entsprechend ergĂ€nztcite-ref-kibr25b-5-0[5] haben.

Allerdings bestehen auch in diesem Kontext die grundlegenden KI-Schwachstellen weiterhin fort, das hat u. a. selbst OpenAIs CEO Sam Altman beispielsweise im Juli 2025 ausgedrĂŒckt als er sagte, "man solle den ChatGPT Agent nur bedingt nutzen – denn er mache Fehler, fĂŒr die es bislang auch keine Lösung gĂ€be".cite-ref-kibr25a-6-0[6] Dementsprechend begrĂŒndet der Hersteller des Vivaldi-Browsers die bisherige und wohl auch zukĂŒnftige Nichtintegration von KI in seinen Browser und ergĂ€nzt dabei noch, dass "sobald...KI-Assistenten zwischen Nutzer und Web sitzen, entscheiden die Anbieter, in der Regel Big Tech, was man sieht und was nicht", so dass bereits verschiedenste Entscheidungen der Nutzer dadurch automatisch ausgelagert sind.cite-ref-kibr25b-5-1[5]

Geschichte

Tim Berners-Lee, ein Pionier des Hypertextes, entwickelte ab 1989 am CERN bei Genf (Schweiz) den ersten Webbrowser und -editor unter dem Namen WorldWideWeb (spĂ€ter Nexus) auf einer NeXT-Workstation. Eingelagerte Grafiken öffneten sich noch nicht automatisch, sondern mussten erst angeklickt werden. Im November 1990 beauftragte er Nicola Pellow mit der Entwicklung des minimalistischen Line Mode Browsers, der nur Text darstellen konnte, dafĂŒr aber auf „praktisch allen“ Rechnern lief. Weihnachten 1990 waren beide Browser prĂ€sentationsreif. Im August 1991 machte Berners-Lee das Projekt und beide Browser in der Newsgruppe alt.hypertext öffentlich bekannt.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]

Mosaic

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Hauptartikel

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NCSA Mosaic

GrĂ¶ĂŸere Verbreitung fand nach dem unzureichenden WWW/Nexus der Browser NCSA Mosaic, eine Software mit grafischer BenutzeroberflĂ€che (GUI) und sich automatisch vollstĂ€ndig aufbauendem Seitendesign, die ursprĂŒnglich auf Unix lief, aber bald schon auf Apple Macintosh und Windows portiert wurde. Die Version 1.0 von Mosaic, fĂŒr Microsoft Windows, erschien am 11. November 1993.

Netscape

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Hauptartikel

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Netscape Navigator

Marc Andreessen, Leiter des Entwicklerteam Mosaics, erkannte die kommerziellen Möglichkeiten des Internets und grĂŒndete Netscape Communications. Das Unternehmen brachte seinen Navigator im Oktober 1994 auf den Markt. Er war ein gegenĂŒber NCSA Mosaic verbesserter Webbrowser mit schnellerem Seitenaufbau. Netscape verbreitete sich sehr schnell und verdrĂ€ngte Mosaic fast vollstĂ€ndig; fĂŒr einige Jahre wurde er MarktfĂŒhrer im rasanten Wachstum des Internets. Das Unternehmen wurde Ende 1998 von AOL (America Online) aufgekauft. Neue Versionen von Netscape (Netscape 6.0, Netscape 7.0) hatten nur bescheidenen Erfolg. Insbesondere Netscape 6.0 wurde zu einem Fehlschlag. Am 1. MĂ€rz 2008 wurden die Weiterentwicklung und der Support eingestellt.

Internet Explorer

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Hauptartikel

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Internet Explorer

Aufgrund des Erfolgs des Netscape Navigators brachte Microsoft, das bis dahin das Internet unterschÀtzt hatte, 1995 seinen Internet Explorer heraus, der nicht selbst entwickelt, sondern vom Unternehmen Spyglass (NCSA Mosaic) eingekauft worden war. Mit Erscheinen des Internet Explorers begann ein VerdrÀngungswettbewerb zwischen den Browser-Herstellern Microsoft und Netscape (siehe Browserkrieg).

Dabei konnte sich Microsoft den Wettbewerbsvorteil zunutze machen, Hersteller des Betriebssystems Windows zu sein und mit jeder Installation des Betriebssystems auch den hauseigenen Browser mitauszuliefern, sodass er wie selbstverstĂ€ndlich sofort benutzt wurde. Dieser Wettbewerbsvorteil fĂŒhrte zur Entscheidung BrowserChoice.eu der EU im Dezember 2009, eine Browserwahl im Betriebssystem Microsoft Windows einzufĂŒhren.cite-ref-9[9]

Eine Folge dieses Wettbewerbs war zum einen eine starke Verbreitung beider Browser. Andererseits fĂŒhrte die Konkurrenz zwischen Microsoft und Netscape dazu, dass die beiden Firmen in ihrem Wettkampf um Marktanteile eine Vielzahl selbsterfundener Erweiterungen in ihre Programme integrierten, die vom jeweiligen Konkurrenzprodukt zunĂ€chst nicht unterstĂŒtzt wurden. Letztlich gelang es Microsoft, den Konkurrenten Netscape vom Markt weitgehend zu verdrĂ€ngen.

Mozilla Firefox

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Mozilla Firefox

Netscape reagierte auf seine Marktanteilverluste, indem es sich zu einem Open-Source-Projekt umwandelte. Unter dem neuen Namen Mozilla wurde die Internet-Suite weiterentwickelt. SpĂ€ter wurde der Webbrowser ausgegliedert und zunĂ€chst Phoenix, spĂ€ter Firefox genannt. Er wird durch den E-Mail-Client Thunderbird ergĂ€nzt, wĂ€hrend Mozilla noch einen integrierten E-Mail-Client besaß. Die Versionen 1.0 von Firefox und Thunderbird erschienen nach einer lĂ€ngeren Betaphase im Dezember 2004.

WÀhrend die Mozilla-Entwickler zuvor darauf bedacht gewesen waren, möglichst alle wichtigen Internetfunktionen wie Webbrowser, E-Mail-Programm, Adressbuch und HTML-Editor in einem Programmpaket (Mozilla Application Suite) zusammenzufassen, strebten sie spÀter die Veröffentlichung einzelner, voneinander unabhÀngiger Komponenten an. Das Ziel der Entwicklung war ein schneller Programmstart und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der einzelnen Komponenten ausgebaut und vorangetrieben werden.

Die Webbrowser-Funktion ĂŒbernahm Mozilla Firefox. Die E-Mail-Funktion wurde unter dem Namen Mozilla Thunderbird ausgelagert, der Kalender wird unter dem Namen Mozilla Sunbird und der HTML-Editor zunĂ€chst als Nvu, nun als BlueGriffon weiterentwickelt. Die offizielle Mozilla Application Suite 1.7 wurde lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Allerdings arbeitet seit Mitte 2005 ein Community-Projekt an der Weiterentwicklung der Application Suite unter dem Namen SeaMonkey.

Opera

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Hauptartikel

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Opera (Browser)

Der Browser Opera erschien in der ersten Version 1996. Opera ist fĂŒr eine Vielzahl von Betriebssystemen und Benutzersprachen verfĂŒgbar. Opera war einer der ersten Browser, die Tabs und einen Pop-up-Blocker fest integriert hatten.

Nintendos Spielkonsole Wii und der Nintendo DS verwenden den Opera-Browser, um Internetdienstleistungen anzubieten. Ebenso setzen Sony, Loewe und bald auch Samsung bei der aufkommenden Verschmelzung von TV und Internet auf Opera.

2013 ersetzte Opera beim Sprung von Version 12.17 auf 15 seine Browser-Engine Presto durch Googles neue Browser-Engine Blink und vollzog auch durch BeschrĂ€nkung des ĂŒppigen Funktionsumfangs einen Paradigmenwechsel.

Safari

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Safari (Browser)

Safari ist ein Browser des Unternehmens Apple. Er wurde im Januar 2003 veröffentlicht und ist seit Mac OS X Panther (10.3) der Standardbrowser, der den bis dahin genutzten Internet Explorer ersetzte. Die Versionen 3.0 bis 6 waren auch fĂŒr Windows verfĂŒgbar. Auf MobilgerĂ€ten wird Safari auch unter iOS eingesetzt. Der Browser-Engine WebKit liegt die KHTML-Bibliothek des KDE-Projekts zugrunde, die von Apple an eigene BedĂŒrfnisse angepasst und freien Entwicklern wieder als Open Source zur VerfĂŒgung gestellt wurde. Safari war einer der ersten Browser, die den Acid3-Test bestanden.

Google Chrome

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Google Chrome

Am 2. September 2008 brachte Google den Webbrowser Chrome als Beta-Version fĂŒr Windows heraus. Im Dezember 2008 wurde die erste stabile Version veröffentlicht. Chrome ist fĂŒr Windows, Linux, macOS, iOS und Android erhĂ€ltlich.

Microsoft Edge

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Microsoft Edge

Am 30. MĂ€rz 2015 brachte Microsoft den Browser Microsoft Edge (Codename Spartan) als Vorabversion heraus, die endgĂŒltige Version erschien zusammen mit Windows 10 am 27. August 2015. Microsoft Edge ersetzte den Internet Explorer, der aber noch in Windows integriert ist.

Vivaldi

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Hauptartikel

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Vivaldi (Browser)

Vivaldi ist ein Browser des kleinen Unternehmens Vivaldi Technologies, das Opera-MitgrĂŒnder Jon Stephenson von Tetzchner nach seinem Ausscheiden dort 2013 grĂŒndete, um an die Opera-Version 12.17 fĂŒr anspruchsvolle oder professionelle Benutzer anzuknĂŒpfen und vor allem dessen Linie des Dialogs mit der Community der Nutzer fortzuentwickeln. Am 27. Januar 2015 wurde die erste von vier Vorversionen als funktionstĂŒchtige „Technical Preview“ veröffentlicht, am 3. November 2015 folgte das erste von drei Beta-Releases. Schließlich wurden am 4. April 2016 das offizielle Release 1.0 gelauncht.

KompatibilitÀt und StandardkonformitÀt

Das World Wide Web Consortium (W3C) organisiert die Standardisierung der das World Wide Web betreffenden Techniken. Diese Standards wurden in der Vergangenheit und auch noch heute von einigen Browserherstellern nur teilweise oder abweichend umgesetzt beziehungsweise erweitert. Dies macht die Programmierung von browserunabhĂ€ngigen Webanwendungen wegen des hohen Testaufwandes zum Teil schwierig und zeitaufwendig. Die StandardkonformitĂ€t eines Browsers kann mit den Acid-Tests geprĂŒft werden.

Des Weiteren werden immer noch weltweit in nicht zweifelsfrei reprĂ€sentativen Stichproben in ĂŒber 5 Prozent deutlich veraltete Browserversionen des Internet Explorers genutzt.cite-ref-browserstatistikenww-10-0[10] In Deutschland ergibt sich ein anderes Bild, hier sind (Ă€lterecite-ref-browserstatistikendeold-11-0[11]) Firefoxversionen hĂ€ufiger.cite-ref-browserstatistikende-12-0[12]

Auf AbwÀrtskompatibilitÀt einer Webseite sollte daher im Sinne einer guten Erreichbarkeit und AnzeigequalitÀt von seriösen Webdesignern beim Angebot hingewiesen und auch im fertigen Produkt getestet werden.cite-ref-prinzipkompatibilit-t-13-0[13]

Verbreitung

Die tatsĂ€chliche Verbreitung eines Webbrowsers ist nicht zweifelsfrei feststellbar. Verschiedene Anbieter veröffentlichen Statistiken ĂŒber die Verbreitung von Webbrowsern aufgrund unterschiedlicher hĂ€ufig recht begrenzter Datenbasen. Da die generelle Verbreitungsrate eines Browsers von verschiedensten Faktoren beeinflusst wird, sind diese Statistiken unterschiedlich aussagekrĂ€ftig und kommen zu teilweise stark unterschiedlichen, scheinbar widersprĂŒchlichen Ergebnissen. So schwankt die Verbreitung eines Browsers je nach Themengebiet einer aufgerufenen Webseite, Herkunftsregion der aufrufenden Person und dem Zeitpunkt der Messung. Beispielsweise können Benutzer an ihrem Arbeitsplatz an die Verwendung eines vorgegebenen Webbrowsers gebunden sein, privat jedoch einen anderen Browser bevorzugen und verwenden. Auch verschiedene Ereignisse fĂŒhren zu starken Schwankungen. So steigt der Marktanteil bei der Veröffentlichung einer neuen Hauptversion oder sinkt beim Bekanntwerden einer SicherheitslĂŒcke.

Insgesamt geben Browserstatistiken nur die grobe Verteilung und ggf. Trends an, da jede Statistik nur auf der Auswertung der Logdateien ausgewĂ€hlter Websites beruht und es keine unbestritten reprĂ€sentative Auswahl dafĂŒr zu verwendender Websites gibt.

Die Messungen werden in der Regel anhand des sogenannten User-Agent-Headers durchgefĂŒhrt, mit der sich der verwendete Browser identifizieren lĂ€sst und die dieser bei jeder Anfrage an den Server ĂŒbermittelt. Bei praktisch allen Browsern kann diese Kennung vom Benutzer verĂ€ndert werden.

Entwicklung der Marktanteile nach Statcounter

| Webbrowser | 2010–2011 [ 15 ] | 2012–2013 [ 16 ] | 2014–2015 [ 17 ] | 2016–2017 [ 18 ] | 2018–2019 [ 19 ] | 2020–2021 [ 20 ] | 2022–2023 [ 21 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Chrome | 15 % | 32 % | 42 % | 51 % | 61 % | 65 % | 64 % |
| Safari | 6 % | 1– | 14 % | 14 % | 15 % | 18 % | 19 % |
| Microsoft Edge | – | – | – | – | – | 2 % | 5 % |
| Mozilla Firefox | 28 % | 19 % | 12 % | 7 % | 5 % | 4 % | 3 % |
| Samsung Internet | – | – | – | 3 % | 3 % | 3 % | 3 % |
| Opera | 3 % | 4 % | 4 % | 5 % | 3 % | 2 % | 3 % |
| UC Browser | – | – | 4 % | 8 % | 5 % | 1 % | 1 % |
| Android | 1 % | 4 % | 7 % | 3 % | 1 % | – | 1 % |
| Internet Explorer | 45 % | 26 % | 14 % | 5 % | 3 % | 1 % | – |
| Sonstige | 2 % | 5 % | 3 % | 4 % | 4 % | 4 % | 1 % |

Siehe auch
Weblinks

Commons

: Webbrowser

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Webbrowser

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Browser-Archiv: Herunterladen von alten Browsern (englisch)
‱ Funktionsweise von Browsern: Hinter den Kulissen moderner Web-Browser. – Detaillierte Informationen zur Architektur von Webbrowsern (deutsch).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ PocketWeb. TecO, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 7. MĂ€rz 2011; abgerufen am 13. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-22. ↑ S. Gessler, A. Kotulla: PDAs as mobile WWW browsers. Proc. of 2nd International WWW Conference, Chicago, Oct. 1994. doi:10.1016/0169-7552(95)00093-6.
cite-note-33. ↑ «Googelst» du bald nicht mehr? OpenAI bringt eigenen Browser. 12. Juli 2025, abgerufen am 15. Juli 2025.
cite-note-44. ↑ Wie der KI-Browser das Internet verĂ€ndern könnte. 10. Juli 2025, abgerufen am 15. Juli 2025.
cite-note-kibr25b-55. ↑ Vivaldi will keine KI-Agenten im Browser. heise.de, 29. August 2025, abgerufen am 30. August 2025.
cite-note-kibr25a-66. ↑ ChatGPT Agent: Altman warnt vor der Nutzung. heise.de, 21. Juli 2025, abgerufen am 30. August 2025.
cite-note-77. ↑ Robert Cailliau: A Little History of the World Wide Web. CERN/W3C, 1995, abgerufen am 24. Juli 2010 (englisch).
cite-note-88. ↑ Tim Berners-Lee: Re: Qualifiers on Hypertext links
 Usenet Nachricht. 6. August 1991, abgerufen am 28. Juli 2010 (englisch): „We have a prototype hypertext editor for the NeXT, and a browser for line mode terminals which runs on almost anything.“
cite-note-99. ↑ Microsoft Corporation: WĂ€hlen Sie Ihre(n) Webbrowser (Memento vom 16. Dezember 2014 im Internet Archive)
cite-note-browserstatistikenww-1010. ↑ Statcounter Statistiken der weltweiten Browser-Versionen ĂŒber ein Jahr gerechnet. statcounter.com, 8. November 2015, abgerufen am 8. November 2015.
cite-note-browserstatistikendeold-1111. ↑ Statcounter Statistiken der in Deutschland benutzten Browser-Versionen ohne Rapid Cycling BerĂŒcksichtigung ĂŒber ein Jahr gerechnet. statcounter.com, 8. November 2015, abgerufen am 8. November 2015.
cite-note-browserstatistikende-1212. ↑ Statcounter Statistiken der in Deutschland benutzten Browser-Versionen ĂŒber ein Jahr gerechnet. statcounter.com, 8. November 2015, abgerufen am 8. November 2015.
cite-note-prinzipkompatibilit-t-1313. ↑ Principles of Web Design: The Web Warrior Series. Joel Sklar, 2015, abgerufen am 7. November 2015 (englisch).
cite-note-statcounter-141. Top Browsers Per Country, Januar 2021. statcounter.com, Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2021 (englisch).
cite-note-152. Marktanteile auf Statcounter, 2010–2011.
cite-note-163. Marktanteile auf Statcounter, 2012–2013.
cite-note-174. Marktanteile auf Statcounter, 2014–2015.
cite-note-185. Marktanteile auf Statcounter, 2016–2017.
cite-note-196. Marktanteile auf Statcounter, 2018–2019.
cite-note-207. Marktanteile auf Statcounter, 2020–2021.
cite-note-218. Marktanteile auf Statcounter, 2022–2023.